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Bol d'Or 2017

Ein Wechselbad der Gefühle. Erst von vorne nach hinten (wegen eines defekten Oeldruckschalters) und dann stetig wieder nach vorne (trotz eines glimpflichen Sturzes und einem weiteren technischen Problem). Die Zielflagge nach 24 Stunden als 17. Team passiert.

 

Am vergangenen Wochenende fand der Saisonauftakt der Langstrecken- Weltmeisterschaft auf dem «Circuit Paul Ricard statt. Die 81. Ausgabe des legendären «Bol d’Or».

Bereits beim Start eine erste kurze Verwirrung, da einige Piloten zu früh losrannten, ihren Lapsus bemerkten, umdrehten und wieder ihre Startposition einnahmen.

Unterdessen war der Start wirklich erfolgt und so kam es zu einem «Handörgeli-Effekt»! Robin Mulhauser konnte sich aus den Scharmützeln weitgehends raushalten und die #8 erschien auf dem Zeitenmonitor nach der ersten Runde auf Rang 20! Bereits nach 15 Minuten zeigte der Monitor den 15. Platz an. Nach 45 Minuten Renndauer, der erste Fahrerwechsel. Roman Stamm übernimmt und nach einer Stunde Zeigt der Monitor bereits Rang 10 für die Bolligertruppe! Leider nur kurz, denn nach ca. 75 Minuten Renndauer gibt der Oeldruckschalter den Geist auf und Roman muss zurück in die Box! Nun beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit.  Fehler suchen, diesen finden und beheben. Das gut eingespielte Mechanikerteam schafft in 4 Minuten die Kawasaki wieder flott zu bekommen und Roman Stamm nimmt das Rennen auf Rang 50 liegend, wieder auf! Zum Anbruch der zweiten Rennstunde – und einer ersten absolvierten Savety Car Phase - bereits wieder auf dem 39. Platz liegend, geht es Stunde um Stunde kontinuierlich nach vorne in der Tabelle. Robin Mulhauser, Roman Stamm und David Perret drehen ihre Runden konstant, bis David Perret nachts, in einer (der vielen weiteren) Savety Car Phasen zu Boden kommt! Der Sturz endet, bis auf eine kaputte Fussraste, glimpflich und somit ist die Aufholjagd, erneut lanciert! Zusätzlich fordern die aufgetretenen Anlasserprobleme die Kräfte des Teams, muss doch das Motorrad nach jedem Boxenstopp mit Mannskraft angeschoben werden! Der Morgen ist bereits wieder angebrochen, als nach 18 Stunden Renndauer erneut ein technisches Problem auftritt, das wertvolle Zeit kostet! Ein abgebrochener Pick-Up-Sensor war das nächste Problem welches gelöst werden musste. Während dem gleichen Stopp wurde auch noch der defekte Anlasser getauscht. Waren die Abstände nach vorn nur gering, so half das grössere Polster zu den nachfolgenden Plazierungen mit, diesen erneuten Schaden in Grenzen zu halten. Wiederaufnahme des Rennens auf Rang 20 liegend und bei Ablauf der vollen 24 Stunden Renndauer, wird  die Kawasaki mit  der #8 als  17ter  abgewunken!

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